Was ist Industrielle Teilereinigung?

Industrieller Teilereinigung wird zu nächst in zwei verschiedene Arten eingeteilt:

  1. Manuelle Renigung von Teilen
    • Manuelle Renigung von Teilen kommt zum Einsatz wenn
      • es auf besonders hochwertige Reinigung an kommt
      • nur grober Schmutz entfernt wird (Teile mit Preßluft abblasen)
      • viel Zeit zur Reinigung vorhanden ist (kleine Stückzahlen)
      • keine Renigungsmaschine zur Verfügung steht
  2. Maschinelle Reinigung von Teilen
    • Maschinelle Reinigung von Teilen kommt zum Einsatz wenn
      • es um große Stückzahlen geht
      • es um gleichbleibende Reinigungsergebnisse (Qualitätssicherung) geht
      • manuelle Reinigung zu teuer ist

Im industriellen Bereich werden hauptsächlich Kunststoff- und Metallteile gereinigt.

Es werden hauptsächlich folgende Materialien abgereinigt:

  • Fette und Öle
  • Kühlschmierstoffe
  • Späne
  • Kunststoff- und Metallpartikel
  • Kleberückstände
  • Ruspartikel

Es wird zu nächst in zwei Gruppen unterschieden:

  • Rein chemische Reinigung mittels:
    • Wasserstoff
    • Trichlorethylen (kurz Tri) (in den meisten Ländern inzwischen verboten oder Betrieb nur mit Sonderauflagen)
    • Peer (in den meisten Ländern inzwischen verboten oder Betrieb nur mit Sonderauflagen)
  • Wasserbasierende Reinigung mit chemieschem Reinigungszusatz:
    • Bei wasserbasierenden Systemen beträgt der Chemieanteil nur zwischen 0% und 20%.
    • Im Regelfall kann der Chemieanteil auf 0,5% bis 5% begrenzt werden.
    • In den meisten Fällen enthält die Waschchemie bereits einen Korrosionsschutz. Zusätzliches Aufbringen eines speziellen Korrosionsschutzes wird somit überfüssig. Der Korrosionsschutz kann so eingestellt werden, das ein Schutz von bis zu drei Monaten gewährleistet werden kann.

Es werden hauptsächlich folgende Verfahren angewendet:

  • Tauchreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)
  • Flutreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)
  • Spritzreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)
  • Spritz-Flutreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)
  • Ultraschallreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)
  • Hochduckreinigen (siehe Seite "Reinigungsverfahren" für nähere Erklärung)

Diese Frage läßt sich nicht so einfach beantworten, denn sie hängt von vielen Faktoren ab. Das Ergebnis der so genannten Restschmutzanalyse läßt sich durch den jeweiligen Reinigungsmaschinenaufbau, das Reinigungsverfahren und der ange- wendeten Reinigungsrezeptur sehr stark beinflussen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr gespült wird, desto weniger Partikel pro Quadratzentimeter hat man. Je besser das Reinigungs- medium während des Waschprozeßes gefiltert wird, desto kleiner sind die verbleiben Partikel auf dem Waschgut. Prozeßsicher und somit reproduzierbar im industriellen Einsatz sind Partikelgrößen im Bereich von 200 bis 400 µm. Alles was kleiner 200 µm ist, ist mit sehr großem technischem Aufwand verbunden, was wiederum recht teuer wird.